Mehrere Brände am Samstagmorgen in Flensburg – 15 Menschen aus Wohnhaus evakuiert

 |  von Thomsen / Foerde.news

Rund zwei Stunden waren die Einsatzkräfte bei mehreren Feuern unterwegs - Symbolfoto: Thomsen

Flensburg – Am Samstagmorgen haben mehrere Brände in kurzer Folge in Flensburg für einen größeren Einsatz von Feuerwehr und Rettungsdienst gesorgt. In drei Gebäuden kam es zu Rauchentwicklungen, ein Haus ist derzeit nicht bewohnbar. Eine Person wurde leicht verletzt in das Diakonissenkrankenhaus gebracht.

 

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Nach Angaben der Regionalleitstelle Nord ging der erste Notruf um 7.15 Uhr aus der Harrisleer Straße 45 ein. Dort wurde eine starke Rauchentwicklung im Treppenhaus gemeldet, die so massiv gewesen sein soll, dass der Rauch bereits durch Wohnungstüren ins Innere drückte. Die Leitstelle alarmierte daraufhin nicht nur die Berufsfeuerwehr Flensburg, sondern auch die Freiwillige Feuerwehr Klues. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte war das Feuer jedoch „mangels Masse“ bereits von selbst wieder erloschen. Wie der Sprecher der Leitstelle mitteilte, brannte Unrat im Treppenhaus. Mehrere Personen machten sich an Fenstern bemerkbar. Bei dem Einsatz wurde laut dem Sprecher der Leitstelle keine Person verletzt.
Nur neun Minuten nach dem ersten Alarm, um 7.24 Uhr, wurde ein weiterer Brand in der nur wenige Meter weiter entfernten Schulgasse 5 gemeldet. In einem Haus brannte ein Kinderwagen. In die Schulgasse wurden die Klueser Einsatzkräfte geschickt, um das Feuer zu löschen.

Um 7.36 Uhr folgte der nächste Einsatz in der Terrassenstraße 10. Neben bereits eingesetzten Kräften rückte die Freiwillige Feuerwehr Weiche an, weil andere Einheiten noch an den vorherigen Einsatzstellen gebunden waren. Dort wurden insgesamt 15 Betroffene von Rettungsdienst und Feuerwehr betreut. Sie wurden zunächst in einem Bus des Unternehmens Aktiv Bus untergebracht, das am nur wenige Meter entfernten Busdepot einen Linienbus bereitstellte. Anschließend konnten sie gemeinsam mit der Feuerwehr noch einmal kurz in das Gebäude zurückkehren, um persönliche Habseligkeiten zu holen. Da das Haus nach der Rauchentwicklung aktuell nicht bewohnbar ist, wurden alle Betroffenen anderweitig untergebracht.

Ein Hilfeleistungslöschfahrzeug fuhr gegen 8 Uhr weiter in den Kupfermühlenweg, dort wurde eine Rauchentwicklung bemerkt. Vor Ort bestätigte sich der Verdacht jedoch nicht, der Einsatz verlief ohne weitere Maßnahmen. Zusätzlich besetzte die Freiwillige Feuerwehr Innenstadt das Gerätehaus, um den Grundschutz im Stadtgebiet sicherzustellen.

Abschließend erklärte der Sprecher der Leitstelle, dass eine Person aus der Schulgasse zu weiteren Untersuchungen ins Krankenhaus transportiert wurde. Sowohl in der Schulgasse als auch in der Harrisleer Straße konnten die Bewohner nach dem Einsatz wieder in ihre Wohnungen zurückkehren. Auch in der Terrassenstraße wurden trotz 15 betroffener Personen keine Verletzten gemeldet.
Weiter erklärte der Leitstellensprecher, dass der Einsatz gegen 9.13 Uhr endete. Somit waren mehrere Wehren rund zwei Stunden im Einsatz. Ob die Feuer im Stadtgebiet zusammenhängen und es sich um eine Brandserie mit möglicher Brandstiftung handelt, ist derzeit noch unklar.

Wie die Polizei auf Nachfrage von Förde.news bestätigte, wurde ein Tatverdächtiger nicht festgenommen. Die weiteren Ermittlungen, insbesondere zur Brandursache und zur genauen Situation in den betroffenen Häusern, liegen bei der Polizei.