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Medizinischer Notfall könnte schweren Unfall ausgelöst haben - Fahrer flüchtet

 |  von Thomsen / Foerde.news

Der Fahrer flüchtete nach dem Unfall - Fotos: Thomsen

Flensburg – Ein Hyundai-Fahrer ist am Donnerstag gegen 11 Uhr im Kreuzungsbereich Schleswiger Straße und Munketoft in Flensburg von der Fahrbahn abgekommen. Eine Brüstung, ein Laternenmast und ein Baum stoppten das Fahrzeug, bevor es die Böschung zu den Gleisen hinunterstürzen konnte. Nach Angaben der Polizei könnte ein medizinischer Notfall zu dem Unfall geführt haben.

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Wie Sandra Otte, Pressesprecherin der Polizeidirektion Flensburg, auf Nachfrage von Förde News erklärte, hatten mehrere Passanten die Polizei bereits zuvor auf den Hyundai aufmerksam gemacht. Demnach soll der Fahrer auf der Husumer Straße etwa ab Höhe des Sophienhofs mit überhöhter Geschwindigkeit und in Schlangenlinien gefahren sein. Dabei sei er auch in den Gegenverkehr geraten.

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Aufgrund des auffälligen Fahrverhaltens alarmierten Zeugen die Polizei. Einsatzkräfte fuhren daraufhin in Richtung Husumer Straße. Der Hyundai kam ihnen jedoch bereits entgegen.

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Nach bisherigen Erkenntnissen war der Fahrer in Richtung Innenstadt unterwegs und fuhr anschließend über Munketoft in den Kreuzungsbereich mit der Schleswiger Straße. Dort musste er einem Fahrzeug ausweichen, das auf der linken Spur an einer Ampel stand. Aufgrund seiner hohen Geschwindigkeit gelang es ihm offenbar nicht mehr, in die Schleswiger Straße einzubiegen.

Der Hyundai fuhr geradeaus weiter und geriet in die Böschung in Richtung der Gleise. Eine Brüstung, ein Laternenmast und schließlich ein Baum bremsten das Fahrzeug ab. Dadurch wurde verhindert, dass der Wagen rund zehn Meter tief auf die Gleise stürzte.

Zuvor hatte der Hyundai offenbar einen Opel Corsa leicht gestreift. An dessen Heck entstand lediglich ein kleiner Schaden. Die Polizei nahm den Vorfall auf. Die Fahrerin konnte die Einsatzstelle anschließend verlassen und ihre Fahrt fortsetzen.

Eine ältere Frau, die sich im Kreuzungsbereich aufhielt und den Unfall beobachtet hatte, erlitt einen Schock. Mitarbeiter der unmittelbar neben der Unfallstelle gelegenen Flensburger Brauerei kümmerten sich um die Frau. Sie konnte sich in den klimatisierten Räumen der Brauerei von dem Schrecken erholen.

Auch darüber hinaus reagierten die Mitarbeiter der Brauerei schnell. Sie boten ihre Hilfe an und stellten angesichts der Temperaturen von mehr als 32 Grad einen Kasten mit kaltem Wasser für die Einsatzkräfte und die Unfallbeteiligten bereit.

Nachdem der Hyundai zum Stillstand gekommen war, verließ der Fahrer das Fahrzeug und flüchtete zu Fuß in Richtung Neumarkt. Wenig später wurde er nach Angaben der Polizeisprecherin an einer Bushaltestelle im Bereich des Deutschen Hauses aufgegriffen und festgenommen.

Der Mann wurde vor Ort medizinisch untersucht und anschließend zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Zudem wurde ihm Blut abgenommen. Alkohol wurde nach bisherigem Kenntnisstand nicht festgestellt.

Nach Angaben der Polizeisprecherin besteht der Verdacht, dass der Fahrer einen medizinischen Notfall erlitten haben könnte. Dadurch sei er möglicherweise nicht mehr in der Lage gewesen, das Fahrzeug sicher zu steuern oder anzuhalten.

Der Mann befindet sich weiterhin für Untersuchungen im Krankenhaus. Die genauen Umstände des Unfalls sind Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen.

Das Fahrzeug wurde von einem Abschleppunternehmen geborgen. Anschließend schnitt die Polizei den Airbag heraus, um mögliche DNA-Spuren zu sichern. Warum der Fahrer mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs war und wie es genau zu dem Unfall kam, ist bislang unklar. Die Ermittlungen dauern an.

Auch die Berufsfeuerwehr Flensburg wurde zu dem Unfall alarmiert. Sie konnte die Einsatzstelle jedoch ohne weitere Maßnahmen wieder verlassen. Wie Einsatzleiter Immo Casper erklärte, traten keine Betriebsstoffe aus. Zudem stand das Fahrzeug sicher und drohte nicht, auf die Gleise abzurutschen.

Die Stadtwerke Flensburg schalteten den beschädigten Laternenmast vorsorglich stromlos. Der Fahrer befindet sich weiterhin für Untersuchungen im Krankenhaus. Die genauen Umstände des Unfalls sind Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen.