- Blaulicht - |
Lastwagenfahrer blockieren Grenzübergänge in Dänemark
von Heiko Thomsen / Foerde.news

+++ Update +++: Seit heute morgen gegen 4:30 Uhr ist die Demo durch die Polizei aufgehoben worden.
Dänemark - Mit einer Straßenblockade protestieren seit Sonntagabend Lastwagenfahrer im Nachbarland Dänemark gegen die Pläne der Regierung zur Einführung einer Schwerlastmaut. Es droht ein lange Lastwagenstau ab der Nacht, wenn das Sonntagsfahrverbot in Deutschland endet.

Auch die Autobahn 7 / E45 ist von der Blockade betroffen. Nördlich des Grenzübergangs Fröslee blockieren mehr als 15 Lastwagen die Autobahn und stehen teilweise quer auf der Fahrbahn. Auch hier können nur Autos die Blockade passieren - auf einem schmalen Streifen zwischen einem Lastwagen und der Mittelleitplanke.
Die Situation an der Grenze von Krusau präsentiert sich in einem etwas besseren Licht, obwohl auch hier Demonstrationen stattfinden. Die Proteste konzentrieren sich hauptsächlich in Richtung Dänemark, da LKWs nicht in der Lage sind, die Grenze zu passieren.
Trotz dieser Herausforderungen bleibt die Durchfahrt für kleinere Fahrzeuge ungehindert. Wie unsere Redaktion von den Demonstranten vor Ort erfahren hat, wird Bussen der Durchgang von Dänemark nach Deutschland gestattet.

Der Zorn der Spediteure richtet sich gegen ein Maut-Gesetz, mit dem die Nutzung der Autobahnen in Dänemark ab dem Jahr 2025 für den Schwerlastverkehr kostenpflichtig werden soll. Geplant ist eine Abgabe pro gefahrenem Kilometer, die sich unter anderem an der Schadstoffklasse des Lastwagens bemessen soll. Die Transportunternehmen kritisieren, dass Baustellenfahrzeuge und abseits der Autobahn fahrende Lastwagen keine Abgaben zahlen sollen und fordern eine Umlage der Maut auf den Dieselpreis.
Wie lange die Blockade andauern soll ist unklar. Mit dem Einsetzen des Güterfernverkehrs nach dem Sonntagsfahrverbot droht damit allerdings ein erhebliches Problem für in Richtung Skandinavien fahrende Lastwagen. Die Polizei ist an den Grenzübergängen vor Ort, ist aber bislang nicht eingeschritten. Die Lastwagenfahrer selbst machten keine Angaben dazu, wie lange die Straßenblockaden andauern sollen. Sie versprachen aber, Transport mit lebenden Tieren und Rettungsfahrzeuge jederzeit passieren lassen zu wollen.