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Kieler Woche offiziell eröffnet: Ruhiger Auftakt und weniger Straftaten als im Vorjahr
| von Thomsen / Foerde.news
Kiel – Mit dem sogenannten Soundcheck begann die Kieler Woche bereits am Freitag inoffiziell, am Samstag wurde das Sommer- und Segelfest dann offiziell eröffnet. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Ministerpräsident Daniel Günther eröffneten die Kieler Woche 2026 um 19.30 Uhr auf der Rathausbühne. Aus Sicht der Polizei verlief das erste Wochenende bislang ruhig und weitgehend störungsfrei.
Bereits am Vormittag war der Bundespräsident in der Landeshauptstadt eingetroffen. Nach einem offiziellen Empfang in Schilksee setzte Frank-Walter Steinmeier mit einem Boot der Wasserschutzpolizei an die Kiellinie über. Anschließend nahm er einen weiteren Termin im Kieler Rathaus wahr, bevor er gemeinsam mit Ministerpräsident Daniel Günther die Kieler Woche offiziell eröffnete.
Bei bestem Sommerwetter und sehr hohen Temperaturen strömten zahlreiche Bürgerinnen und Bürger auf die Veranstaltungsflächen. Sowohl beim Soundcheck am Freitag als auch am Eröffnungssamstag mit dem Holstenbummel war das Besucheraufkommen nach Angaben der Polizei erwartungsgemäß hoch.
Trotz des großen Andrangs zieht die Polizei für das erste Wochenende eine positive Bilanz. Von Freitag, 12 Uhr, bis Sonntag, 6 Uhr, registrierte die Landespolizei auf den Veranstaltungsflächen 45 Straftaten. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 92. Von den bislang erfassten Taten entfielen 19 auf Rohheitsdelikte, im vergangenen Jahr waren es im selben Zeitraum 25. Die Polizei weist darauf hin, dass diese Zahlen vorläufig sind, da Anzeigen teils erst im Nachgang erstattet werden oder sich Sachverhalte noch präzisieren.
Insgesamt sprachen die Einsatzkräfte gegen elf Personen Platzverweise aus. Für eine Person endete die Nacht wegen übermäßigen Alkoholkonsums im Polizeigewahrsam.
Nach Angaben der Polizei bewährte sich auch die täglich ab 18 Uhr vorgesehene Einbahnstraßenregelung in Verbindung mit der Videoübertragung. Dadurch könnten Besucherströme frühzeitig erkannt und Menschen rechtzeitig in andere Bereiche umgeleitet werden.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Präventionskampagne „Kein Ort für Messer“. Die Polizei kontrollierte auf allen Veranstaltungsflächen mehr als 100 Personen und stellte dabei ein Messer sicher. Sie weist erneut darauf hin, dass die Mitnahme von Waffen, darunter auch Hieb- und Stoßwaffen wie Messer, auf den Veranstaltungsflächen gemäß Paragraf 42 Waffengesetz verboten und strafbar ist. Verstöße würden konsequent geahndet.
Auch im Umfeld der Veranstaltungsflächen führten die Einsatzkräfte Verkehrskontrollen durch. Dabei wurden drei E-Scooter-Nutzer wegen Trunkenheit im Straßenverkehr angehalten, ebenso ein Sportbootführer. Gegen alle wurden entsprechende Anzeigen gefertigt.
Polizeioberrat Carsten Ebsen, Gesamteinsatzleiter, dankte den eingesetzten Beamtinnen und Beamten für ihre Professionalität und ihr Engagement trotz der hohen Temperaturen. Insgesamt sehen Polizei und Landeshauptstadt ihr Sicherheitskonzept durch den Verlauf des ersten Wochenendes bestätigt. Die Polizei kündigte an, auch in den kommenden Tagen auf den Veranstaltungsflächen sichtbar präsent zu bleiben.
