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Jahrhundertsturmflut führt zu Stromabschaltung und zahlreichen Feuerwehreinsätzen im Hafenbereich

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Mehrere Sicherungskästen sind durch das Wasser durchgebrannt - Fotos: Thomsen

Flensburg - Die Jahrhundertsturmflut, die Flensburg am Freitag heimsuchte, hinterließ eine Spur der Verwüstung und sorgte für zahlreiche Einsätze der örtlichen Feuerwehr. Gegen 17 Uhr wurde ein Wasserstand von 1,70 Meter über Normalnull gemeldet, was weitreichende Folgen für die Anwohner und Geschäfte im Hafenbereich hatte.

Besonders betroffen war die Gegend um die Bärenhöle, wo das Wasser unaufhaltsam in Gebäude eindrang und sich seinen Weg bis zum Sicherungskasten bahnte. Die alarmierten Bewohner riefen umgehend die Feuerwehr, welche sich mit Hochdruck durch die überfluteten Straßen kämpfte, um schnelle Hilfe leisten zu können. Die Bewohner konnten sich in höher gelegene Stockwerke retten. Auf Nachfrage, wie im Ernstfall eine Evakuierung und Menschenrettung gehandhabt würde, erklärte ein Feuerwehrmann, dass man die Personen dann mit Booten aus den Häusern retten würde.

Zu weiteren Einsätzen kam es dann Zeitgleich, als in einem nahegelegenen Restaurant, dem Gosch, ein Sicherungskasten zu qualmen begann. Ähnliche Vorfälle wurden auch am Willi-Brandt Platz und am Kompanietor gemeldet, wo weitere Stromkästen durch das eindringende Wasser in Mitleidenschaft gezogen wurden.

Angesichts der ernsten Gefahr, die von der Kombination aus Wasser und Elektrizität ausgeht, traf man nach Rücksprache mit der Stadt Flensburg, den Stadtwerken und der Feuerwehr die Entscheidung, den Strom in den Straßenzügen Schiffbrücke, Norderhofenden von ZOB bis zum Nordertor, Hafenspitze und von Gosch bis zum Fischreiverein auf der Hafenostseite abzuschalten. „Die Situation erforderte diese Maßnahme“, erklärte Stadtsprecher Christian Reimer am Abend in einer Stellungnahme.

Die Stromabschaltung rund um den Hafenbereich trug dazu bei, weitere Vorfälle zu verhindern und die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten, während die Einsatzkräfte weiterhin mit den Wassermassen beschäftigt sind.

Per Holdensen von den Stadtwerken-Flensburg erklärt: "Sobald das Hochwasser seinen Höhepunkt überschritten hat und die Schaltanlagen nicht mehr unter Wasser stehen und wieder ohne Gefahr zugänglich sind, wird der Stadtwerke-Notdienst umgehend mit höchstmöglichem Aufwand daran arbeiten, die Stromversorgung so schnell wie möglich wieder herzustellen. Nach aktuellen Stand wird das ab ca. 10:00 Uhr am morgigen Samstag der Fall sein."

Die Zwei Meter Marke wurde am frühen Abend geknackt.

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