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Freie Fahrt für die Feuerwehr: Falsch Parken kann Leben kosten

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Durch Falschparker ist es mühsam für die Feuerwehr zu einer Einsatzstelle zu kommen - Fotos.Förde.news

Eigentlich sollte es selbstverständlich sein, dass die Feuerwehr immer ungehindert die Einsatzstellen erreichen kann, an denen ihre Hilfe dringend gebraucht wird. Leider ist dies auch in Flensburg nicht immer der Fall. Auch dort kommt es vor, dass unverantwortliche KFZ-Besitzer ihr Fahrzeug zu weit in eine Kreuzung hineinragen lassen oder auf andere Weise künstliche Engstellen schaffen, die für die Feuerwehr zum Hindernis werden.

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Aus diesem Grund führte die Berufsfeuerwehr Flensburg (BF) in Zusammenarbeit mit der Flensburger Ordnungsbehörde eine Überprüfung der Freihaltung der Rettungswege vor und ging dabei auch Hinweisen von Anwohnern auf Engpässe und Falschparker nach. Die letzte Überprüfung dieser Art wurde im Jahr 2013 durchgeführt, sagte Abteilungsleiterin Annett Gellinger vom Fachbereich Einwohnerservice, Schutz und Ordnung.

Dabei ginge es nicht in erster Linie darum, entsprechende Sünder zu ertappen und Knöllchen zu verteilen oder gar Fahrzeuge abschleppen zu lassen. Man wolle sich vielmehr ein realistisches Bild der Situation an verschiedenen neuralgischen Punkten in der Stadt verschaffen und vor allem aufklärend wirken, so Gellinger weiter. Schließlich könne es bei Einsätzen der Feuerwehr um Sekunden und damit um Leben und Tod gehen. Stehen die Falschparker dann im Weg, und die Rettungsfahrzeuge kommen nur im Schritttempo voran, kann das entscheidende Minuten kosten.

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Um ein breites Verständnis für die Probleme der Retter zu schaffen, wurde die Überprüfungsfahrt mit Mitgliedern der Ratsfraktionen begleitet.

Die große Überraschung kam jedoch schon vor der ersten zu überprüfenden Straße. Ein Anwohner der Clädenstraße kam zum Treffpunkt an der Goethe-Schule und erklärte, dass in seinem Treppenhaus ein Aushang hinge, mit dem der genaue Termin bekannt gegeben wurde. So verwunderte es nicht, dass die Anwohner der Clädenstraße ausnahmsweise vorbildlich parkten und die Probleme des Alltags nicht auf Herz und Nieren geprüft werden konnten. Die Drehleiter der BF kam auf diese Weise ohne Probleme bis zur Reventlowstraße. Wäre dies auch im Jahr 2015 schon so gewesen, hätten beim damaligen Brand die Mieter aus dem brennenden Haus mit der Drehleiter gerettet werden können. Tatsächlich mussten die Mieter in ihren Wohnungen im Dachgeschoss bleiben, bis die Feuerwehr das Feuer im Keller gelöscht hatte.

Vorschlag unserer Redaktion an die Fraktion „Flensburg wählen“, die den Aushang zu verantworten hat: Wenn ihr schon die Parksünder warnt, macht es doch bitte jeden Tag!

Eine Überprüfungsfahrt soll in Zukunft regelmäßiger stattfinden, so die Abteilungsleiterin Gellinger.

Kontrolliert wurde am gestrigen Abend ebenfalls die Mittelstraße, die Bachstraße sowie der größte Teil des Stadtteils Jürgensby.


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