Förderverein beschafft Defibrillatoren für fünf Flensburger Feuerwehren

 |  von Thomsen / Foerde.news

Für fünf der sechs Wehren wurden Geräte angeschafft - Fotos: Thomsen

Flensburg – Was zunächst als Anfrage aus einer Wehr begann, wird nun zu einem Projekt für die gesamte Stadt: Der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Flensburg-Jürgensby e. V. hat die Anschaffung von insgesamt fünf automatisierten externen Defibrillatoren (AED) für mehrere Flensburger Wehren auf den Weg gebracht.

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"Ausgangspunkt war eine Vorstandssitzung der FF Flensburg-Jürgensby, in der der 1. Vorsitzende des Fördervereins um Prüfung gebeten wurde, ob ein AED für den Standort Jürgensby angeschafft werden könne," erklärt Heiko Roßdeutscher 1. Vorsitzender des Förderverein. Nach kurzer Bedenkzeit schlug er dem Wehrführer von Jürgensby und zugleich Flensburger Stadtbrandmeister, Mario Quade, vor, die Ausstattung auf alle Freiwilligen Feuerwehren in Flensburg auszuweiten. Quade stimmte dem Vorhaben umgehend zu.

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Da der Förderverein beim Finanzamt Flensburg als gemeinnützig anerkannt ist, wurde dort zunächst nachgefragt, ob die Finanzierung eines solchen Projekts zulässig ist. Die Behörde bestätigte dies mit Verweis auf den sozialen Charakter der Maßnahme. Diese Zustimmung war wichtig, um den Gemeinnützigkeitsstatus des Vereins nicht zu gefährden.

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In der Folge warb der Förderverein an verschiedenen Stellen um finanzielle Unterstützung. Unter anderem wurde die „R.SH hilft helfen“-Stiftung angefragt. Entgegen der eher zurückhaltenden Erwartung des Vorsitzenden sagte die Stiftung einen Zuschuss in Höhe von 9.000 Euro zu.

Zusätzliche Mittel kamen durch eine öffentliche Berichterstattung zustande: Daraufhin erklärte sich die Nord-Ostsee Sparkasse (Nospa) bereit, aus dem Zweckertrag der Verlosung „Los-Sparen“ weitere 6.000 Euro zur Verfügung zu stellen.

Frauke Hegemann, Vorstandsvorsitzende der Nospa, betont die Bedeutung der Förderung: „Ein flächendeckendes Netz an Defibrillatoren kann Leben retten. Mit den Erträgen aus dem Los-Sparen unserer Kundinnen und Kunden können wir dort helfen, wo es um jede Sekunde geht.“

Mit diesen Geldern konnte schließlich die Bestellung der AED erfolgen. Angeschafft wurden über die Björn Steiger Stiftung fünf Defibrillatoren, jeweils mit beheizbarem Außenschrank und Hinweistafel. Die Schulung der Einsatzkräfte erfolgt über die Abteilung „Herz Sicher“ der Stiftung.

Die Björn Steiger Stiftung übernimmt darüber hinaus für einen Zeitraum von acht Jahren die komplette Nachsorge. Dazu gehören der turnusmäßige Austausch der Akkus, der Ersatz nach Einsätzen sowie die Erneuerung der Elektroden. Auch bei Vandalismus oder Diebstahl werden die Geräte innerhalb dieses Zeitraums kostenfrei ersetzt.

Von dem Projekt profitieren die Freiwilligen Feuerwehren Jürgensby, Innenstadt, Klues, Tarup und Weiche, die jeweils mit einem AED ausgestattet werden. Für diese Wehren entstehen für die nächsten acht Jahre keine zusätzlichen Kosten. Die Freiwillige Feuerwehr Engelsby hat in der zwischenzeit ein eigenes Gerät besorgt und müssen für dieses dann die laufenden Kosten aus der eigenen Kasse bezahlen.

Mit der geplanten Übergabe der Geräte am 28. Januar 2026 endet die finanzielle Verantwortung des Fördervereins der Freiwilligen Feuerwehr Flensburg-Jürgensby e. V. für dieses Projekt. Danach liegt der Betrieb der Geräte bei den jeweiligen Wehren und der betreuenden Stiftung.