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Feuer zerstört Reetdachhaus in Glücksburg

 |  von Jasper Hentschel

Beim Eintreffen der Feuerwehren, waren die Bewohner bereist aus dem Haus - Fotos: Jasper Hentschel

Glücksburg –

Als die Feuerwehr am Sonntagmorgen im Ortsteil Bockholm eintraf, stand das reetgedeckte Haus direkt an der Förde bereits lichterloh in Flammen. Die Bewohner hatten sich noch selbst ins Freie retten können.
Bei eisigen Temperaturen mussten rund 100 Einsatzkräfte am Sonntagmorgen ein brennendes Reetdachhaus in abgelegener Lage im Glücksburger Ortsteil Bockholm löschen.
Die Bewohner selbst hatten den Brand in ihrem Haus gegen 6 Uhr am Morgen bemerkt und die Feuerwehr alarmiert.
Als die ersten Feuerwehrleute der zunächst alarmierten Wehren Bockholm und Glücksburg in der Straße „Knopp“ eintrafen, stand das Strohdach der historischen Kate schon in hellen Flammen.
Glücklicherweise hatten die Bewohner sich nach Entdeckung des Feuers sofort ins Freie begeben. Sie blieben unverletzt und kamen zunächst bei Nachbarn unter.
Aufgrund der Ausbreitung des Feuers auf das gesamte Haus und der abgelegenen Lage ließ Einsatzleiter Robert Renk auch die Freiwilligen Wehren Munkbrarup, Rüde und Oxbüll-Wees-Ulstrup nachalarmieren.
Schon die schmale Zuwegung zu dem brennenden Haus stellte die Feuerwehr vor Herausforderungen. Große Löschfahrzeuge konnten nicht vor dem Haus in Stellung gebracht werden, lediglich kleinere Löschfahrzeuge konnten direkt bis an das Haus fahren.
Eine weitere Schwierigkeit stellte die Löschwasserversorgung dar. Diese musste aus zwei Hydranten sichergestellt und insgesamt eine Schlauchleitung von rund eineinhalb Kilometern gelegt werden.
Die über 100 ehrenamtlichen Feuerwehrleute löschten den Brand bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt und eisigem Wind unter Atemschutz von mehreren Gebäudeseiten.
Allerdings war nicht mehr zu verhindern, dass das Reetdachhaus bis auf die Grundmauern niederbrannte und die Besitzer ihr gesamtes Hab und Gut verloren.
Aufgrund der langen Einsatzdauer und der Kälte wurde auch die Johanniter Unfallhilfe aus Schleswig alarmiert, um die Rettungskräfte mit Essen und warmen Getränken zu versorgen.
Zudem musste auch der Bauhof angefordert werden, da Löschwasser auf der Straße gefror. Um die Sturzgefahr für die Feuerwehrleute zu beseitigen musste die Einsatzstelle mit Salz abgestreut werden.
Auch eine Drohne wurde zur Kontrolle der Brandausbreitung eingesetzt.
Die Löscharbeiten werden vermutlich bis zum Mittag andauern. Bislang unklar ist die Ursache des Feuers. Um diese aufzuklären hat der Kriminaldauerdienst der Polizei die Ermittlungen aufgenommen und die Brandstelle beschlagnahmt.

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