Feuer in Hütten: Landwirt und Feuerwehr retten fast 100 Kühe aus brennendem Stall

 |  von Thomsen / Foerde.news

Minus 7 Grad erschwerten die Löscharbeiten - Fotos: Hentschel / Hessel

Hütten – Ein lauter Knall riss die Anwohner im Langenkamp in Hütten am Donnerstagabendaus dem Schlaf. Der Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr, der direkt gegenüber des Hofes wohnt, wurde durch das Geräusch alarmiert und stellte fest, dass ein Stallgebäude bereits lichterloh in Flammen stand. Sofort wurde die Feuerwehr alarmiert, während die Flammen bereits auf das gesamte Gebäude übergriffen.

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Trotz der dramatischen Lage gelang den Rettungskräften und den Hofbetreibern ein wichtiger Erfolg: Rund 100 Kühe konnten vollständig aus dem brennenden Gebäude gerettet werden. Ein Veterinär wurde zur Einsatzstelle gerufen, um sich primär um die medizinische Versorgung eines Bullen zu kümmern. Ein Übergreifen des Feuers auf weitere Gebäudeteile sowie ein Vollbrand des gesamten Komplexes konnten durch den schnellen Einsatz verhindert werden.

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Die Brandbekämpfung gestaltete sich schwierig, da in dem Gebäude eine erhebliche Menge Stroh gelagert war, die für eine starke Rauchentwicklung sorgte. Die Feuerwehr war mit einem Großaufgebot von rund 100 Einsatzkräften vor Ort, darunter etwa 30 Atemschutzgeräteträger. Um die Glutnester im Stroh effektiv zu erreichen, wird nun ein Greifbagger eingesetzt, während parallel intensive Belüftungs- und Löscharbeiten durchgeführt wurden.

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Die Wasserversorgung für die Löscharbeiten wurde über eine Distanz von etwa 400 Metern von einem Unterflurhydranten sowie aus einer zusätzlichen Zisterne aufgebaut. Aufgrund der umfangreichen Schlauchleitungen und der Vielzahl an Einsatzfahrzeugen musste die durch Hütten führende Landesstraße voll gesperrt werden. Im Einsatz befinden sich die Feuerwehren aus Hütten, Ascheffel, Damendorf, Osterby, Wolfskrug, Hummelfeld und Eckernförde sowie Spezialkräfte des Löschzugs-Gefahrgut (LZ-G) und der Technischen Einsatzleitung (TEL).

Die Wetterlage und die geografische Lage der Brandstelle erschwerten die Situation für die Nachbarschaft zusätzlich. Da die Brandstelle höher liegt als das angrenzende Wohngebiet, zog der dichte Rauch zunächst nach oben, sank dann aber wie Nebel in die tiefer gelegenen Straßen ab. Dies führt zu einer massiven Geruchsbelästigung und Sichtbehinderungen direkt am Boden.

Für einige Anwohner ist die Belastung zu groß geworden. Ein betroffener Vater berichtete, dass seine zweijährige Tochter unter Fieber leide und der starke Rauchgestank im Haus unerträglich sei. Die Familie habe sich daher entschlossen, vorübergehend in ein nahegelegenes Hotel zu ziehen, bis die Löscharbeiten beendet sind und der Qualm abgezogen ist.

Gegen zwei Uhr in der Nacht konnte Feuer aus gemeldet werden. Die Brandursache ist noch unklar und soll durch die Ermittlungen der Polizei geklärt werden.