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Feuer in der Diako: Polizei sieht keinen Zusammenhang mit Brandserie

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Flensburg/Harrislee - Einen Tatverdächtigen konnte die Polizei bislang in den über 30 Brandstiftungen noch nicht ermitteln - Archivfoto: Thomsen

Nachdem es am Sonntagabend zu einem Brand in einem Verwaltungstrakt der Diako gekommen war, waren die Befürchtungen groß, dass der seit mehr als zwei Monaten in Flensburg für Angst und Schrecken sorgende Brandstifter wieder zugeschlagen haben könnte. Die Polizei hat nun erste Ermittlungsergebnisse.
Die Brandmeldung gegen 19 Uhr am Sonntagabend war an Brisanz kaum zu überbieten und sorgte für einen Großalarm, denn Zeugen bemerkten aus dem Dach der Diako an der Knuthstraße aufsteigenden Qualm. Neben der Berufsfeuerwehr und mehreren Rettungswagen wurden auch drei Freiwillige Feuerwehren alarmiert.
Auf einem Treppenabsatz im oberen Stockwerk hatte ein Wäschewagen Feuer gefangen, in dem sich neben Bettwäsche auch Zeitungen befunden hatten. Der Brand konnte zum Glück schnell und ohne weitreichende Folgen gelöscht werden. Eine Evakuierung von Teilen des Krankenhauses war allerdings nur deshalb nicht erforderlich, weil sich in dem betroffenen Gebäudeteil keine Patientenzimmer befinden.
„Wir gehen von Brandstiftung aus und ermitteln auch in diese Richtung“, bestätigt Polizeisprecherin Sandra Otte am Mittwochmorgen. Noch am Sonntagabend hatten auch Beamte der Kriminalpolizei die Ermittlungen im Krankenhaus aufgenommen.
Die Ermittler schließen aber momentan einen Zusammenhang mit anderen Bränden aus. „Wir vermuten nicht, dass dieser Brand in Zusammenhang mit weiteren Bränden steht“, erklärt Otte den momentanen Stand der Ermittlungen.
Einen Tatverdächtigen konnte die Polizei bislang noch nicht ermitteln - ebenso wenig wie für die anderen mittlerweile über 30 Brandstiftungen in Flensburg und Harrislee, die im Rahmen einer der größten Brandserien der letzten Jahrzehnte sowohl die Stadtteile Engelsby, Sandberg, Jürgensby, Innenstadt und die Nordstadt betreffen. Bezüglich der Ermittlungen in dieser Sache hält sich die Polizei wie schon seit Wochen bedeckt und bestätigt nur, dass es bislang keine Festnahme eines Tatverdächtigen gegeben habe - weder für die Brände in Harrislee noch die in Flensburg.


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