Feldspritze landet auf der L317 im Graben

 |  von Jasper Hentschel

Die L317 war für mehrere Stunden gesperrt - Fotos: Jasper Hentschel

Süderschmedeby – Mit einem Unfall endete die nächtliche Feldarbeit mit einer Düngespritze für einen Landwirt am Sonntagmorgen auf der Landesstraße 317 zwischen Oeversee und Süderschmedeby. Gegen 6.30 Uhr war der Landwirt nach ersten Erkenntnissen mit seinem Gespann in Richtung Süden unterwegs. Aus bislang ungeklärten Gründen soll sich die an den Traktor angehängte Düngespritze gelöst von der Anhängekupplung gelöst haben.

- Anzeige -

Die Feldspritze überquerte daraufhin die Fahrbahn, fuhr unkontrolliert in den Straßengraben und stürzte dort um. Durch den Unfall öffnete sich der Domdeckel des Anhängers, sodass eine unbekannte Menge des geladenen Pilz-Bekämpfungsmittels für Rapspflanzen austrat.

- Anzeige -
Anzeige

Da sich zudem auch Hydrauliköl auf der Straße verteilt hatte, alarmierte der Landwirt sowohl die Polizei als auch die Feuerwehr. Trotz der großen Menge des ausgetretenen Öls konnten die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren Süderschmedeby und Sieverstedt-Stenderup mit Bindemittel und Vliestüchern eine weitere Ausbreitung verhindern. Aufgrund des Austritts des Pflanzenschutzes wurde auch die Wasserbehörde des Kreises hinzugezogen, um weitere Maßnahmen zu prüfen.

- Anzeige -

Den restlichen Inhalt der Feldspritze pumpte der Landwirt mit eigenem Gerät in ein anderes Fahrzeug um. Auch für die Bergung des schweren Anhängers ergriff der Landwirt selbst die Initiative.  Er organisierte einen Bagger, der die Feldspritze wieder aufrichtete und aus dem Graben zog, sodass diese abtransportiert werden konnte.

Größere Probleme bereitete den Einsatzkräften allerdings die Ölverschmutzung auf der Straße, die sich durch den am Morgen einsetzenden Regen noch vergrößerte. Die Straßenmeisterei entschied aufgrund der erheblichen Rutschgefahr, die Vollsperrung der Straße aufrecht zu erhalten.

Zur Beseitigung des Öls wurde ein Unternehmen angefordert, dass mit einer Reinigungsmaschine das Öl aus den Poren des Asphalts waschen soll. Wie lange diese Arbeiten noch dauern werden, war auch am Vormittag nicht abschließend geklärt.