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Fahrgastschiff mit 50 Kindern an Bord im Wattenmeer zwischen Pellworm und Eiderstedt festgekommen

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Im Einsatz für ein festgekommenes Fahrgastschiff: die Seenotretter der DGzRS-Station Nordstrand mit dem Seenotrettungskreuzer EISWETTE Archivfoto: Die Seenotretter – DGzRS/Felix Schmitz

Im schleswig-holsteinischen Wattenmeer zwischen der Halbinsel Eiderstedt und der nordfriesischen Insel Pellworm ist am Samstagnachmittag, 15. August 2020, ein Fahrgastschiff mit insgesamt 170 Menschen an Bord festgekommen. Darunter waren 50 Kinder. Die Seenotretter der Station Nordstrand befreiten das Schiff mit dem Seenotrettungskreuzer EISWETTE der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) aus seiner misslichen Lage.

Gegen 13.15 Uhr meldete sich der Kapitän des Ausflugsschiffes „Adler V“ bei den Seenotrettern: Das 36 Meter lange Schiff war bei ablaufendem Wasser am Rand des Engde-Fahrwassers etwa drei Seemeilen (rund 5,5 Kilometer) südlich von Pellworm festgekommen. Aus eigener Kraft konnte die Besatzung es nicht mehr befreien. Die Seenotretter liefen umgehend aus, um bei weiter fallender Tide noch eine Chance zu haben, die „Adler V“ mit dem Seenotrettungskreuzer EISWETTE in tieferes Wasser zu schleppen.

Als sie etwa eine halbe Stunde später vor Ort eintrafen, übergaben sie sofort eine Schleppleine an die Crew des Ausflugsschiffes. Mit der ganzen Kraft seiner 1.660 PS starken Maschine taute der Seenotrettungskreuzer bei ruhiger See und nördlichen Winden bis zu drei Beaufort (19 km/h) an. Nach mehreren Anläufen schafften es die Seenotretter schließlich, die „Adler V“ von der südlichen Kante des Fahrwassers herunterzuschleppen. Anschließend setzte das Fahrgastschiff seine Fahrt allein fort.

Eine Gefahr für die 170 Menschen bestand zu keinem Zeitpunkt. Allerdings hätten sie ohne die schnelle Hilfe der Seenotretter vermutlich einige Stunden an Bord ausharren müssen, bis die „Adler V“ bei auflaufendem Wasser aus eigener Kraft wieder freigekommen wäre.


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