„Es tut mir leid für die Anwohner“: Nord-Schrott-Geschäftsführer äußert sich nach Brand

 |  von Thomsen / Foerde.news

Der brennende Haufen wurde erst heute angeliefert - Fotos: Thomsen

Flensburg – Auf dem Gelände eines Recyclingbetriebs im Gewerbegebiet an der B199 in Flensburg-Weiche ist es am Montagabend erneut zu einem Brand gekommen. Gegen 18.18 Uhr wurden die Berufsfeuerwehr und mehrere Freiwillige Feuerwehren in die Lilienthalstraße alarmiert. Nach den vorliegenden Informationen wurde niemand verletzt.

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Starke Rauchentwicklung löst Warnmeldungen aus

Wegen der starken Rauchentwicklung wurde über die Warn-App NINA eine Rauchwarnmeldung für Flensburg, Handewitt, Niehuus, Meierwik, Glücksburg, Großsolt, Wanderup, Wallsbüll, Ellund  bis nach Harup  herausgegeben. Im Verlauf des Einsatzes wurde die Warnung mehrfach aktualisiert und auf das Flensburger Umland ausgeweitet. Auch über Katwarn wurden die Meldungen wegen wechselnder Windrichtung immer wieder angepasst.
Auch Anwohner aus Freienwill und Angeln teilten unserer Redaktion mit, dass der Geruch bis dorthin gezogen sei.

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Die Rauchwolke war über mehrere Kilometer hinweg sichtbar, unter anderem in Handewitt, im Flensburger Norden, am Sandberg und von der B200 aus.

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Feuer auf Betriebsgelände

Nach ersten Informationen brannte auf dem Betriebsgelände ein Elektroschrotthaufen. Bereits am 18. November 2025 hatte es dort einen ähnlichen Brand gegeben. Die Einsatzkräfte begannen nach ihrem Eintreffen umgehend mit den Löscharbeiten.

Unterstützt wurde die Berufsfeuerwehr von mehreren Freiwilligen Feuerwehren, darunter aus Jürgensby, Tarup und Weiche. Auch Mitarbeiter des Betriebs halfen bei den Maßnahmen. Mit firmeneigenen Radladern und einem Greifer zogen sie das Brandgut auseinander, damit die Feuerwehr die betroffenen Bereiche gezielt ablöschen konnte. Durch das Auseinanderziehen flammte das Material jedoch immer wieder auf.

Straße gesperrt, Flug- und Zugverkehr eingestellt

Die Polizei sperrte die Lilienthalstraße im Bereich vom Citti Markt bis zum THW vollständig ab. So sollte sichergestellt werden, dass die Einsatzfahrzeuge ungehindert an- und abfahren konnten.

Auch der Flugverkehr am nahegelegenen Flughafen Schäferhaus wurde gesperrt, sodass dort vorerst keine Flüge mehr landen konnten. Zudem wurde der Zugverkehr eingestellt.

Erste Erfolge nach rund einer halben Stunde

Nach rund einer halben Stunde zeigten sich erste Erfolge bei den Löscharbeiten. Der anfangs schwarze Rauch wurde im weiteren Verlauf heller. Etwa eine Stunde später setzte zudem Regen ein, was die Arbeit der Feuerwehr zusätzlich unterstützte.

Rund zwei Stunden nach Ausbruch des Brandes erklärte Einsatzleiter Axel Wamser von der Berufsfeuerwehr, das Feuer sei soweit unter Kontrolle.

Geschäftsführer äußert sich zur möglichen Ursache

Der Geschäftsführer von Nord Schrott, Georg Müller, äußerte sich noch während des Brandes zur möglichen Ursache und zum Einsatz. „Es tut mir leid für die Anwohner“, erklärte er mit Blick auf den Vorfall und die damit verbundenen Belastungen.

Nach seinen Angaben gehe die Brandgefahr zunehmend von falsch entsorgten oder unentdeckten Akkus und Batterien im Schrott aus. Besonders Lithium-Ionen-Akkus in Elektronikgeräten, Fahrrädern oder anderen Geräten seien ein wachsendes Problem. Trotz Kontrollen ließen sich nicht alle Akkus vor dem Schredderprozess erkennen. "Der Elektroschrott der nun brennt, ist erst heute angeliefert worden," erklärte Müller.

Nach Angaben Müllers versucht das Unternehmen, die Risiken durch getrennte Lagerung, Kameras und weitere Sicherheitsmaßnahmen zu begrenzen. Zugleich betonte er, dass bei dem aktuellen Brand niemand verletzt worden sei, und dankte den Einsatzkräften der Feuerwehr für ihre Arbeit.

Ursache und Schadenshöhe noch unklar

Wie das Feuer genau entstehen konnte und wie hoch der entstandene Schaden ist, wird weiterhin geprüft. Der Einsatz dauert noch bis zu den späten Abendstunden an.