Das wissen wir zum Zugunglück in Dänemark – 60-Jährige stirbt, dutzende Verletzte
| von Thomsen / Foerde.news
Bjerndrup – Am Freitagnachmittag kam es in Südjütland zu einem schweren Zugunglück. Gegen 16.45 Uhr kollidierte in der Nähe von Bjerndrup, zwischen Tingleff und Klipleff, der Intercity 951 der Dänischen Staatsbahn (DSB) mit einem Lastwagen, der einen Gülletank transportierte. Der Zug war von Kopenhagen über Fredericia nach Sønderborg unterwegs.
Durch die Kollision entgleisten zwei Waggons, einer davon kippte um. An Bord befanden sich insgesamt 106 Menschen. Eine 60-jährige Frau kam ums Leben, 27 Personen wurden verletzt – fünf davon schwer, zwei schweben in Lebensgefahr. Weitere 22 erlitten leichte Verletzungen. Unter den Passagieren befand sich auch eine Schulklasse aus Sønderborg. Schüler und Lehrer blieben weitgehend unverletzt.
Großaufgebot an Rettungskräften
Ein massiver Rettungseinsatz lief sofort an. Zehn Krankenwagen, mehrere Rettungswagen, drei Rettungshubschrauber sowie der Niebüller Helikopter „Christoph Europa 5“ waren vor Ort. Auch ein Helikopter der dänischen Verteidigung wurde eingesetzt.
Neben dänischen Einheiten eilten auch mehrere Rettungswagen und Rettungssanitäter aus Flensburg zur Unglücksstelle, um die Versorgung der Verletzten zu unterstützen.
Die Region Süddänemark teilte mit, dass Patienten in verschiedene Krankenhäuser gebracht wurden: 16 nach Kolding, acht bis zehn ins Krankenhaus Sønderjylland. Auch das Universitätskrankenhaus Odense übernahm Verletzte.
Zugverkehr eingestellt – Ersatzbusse im Einsatz
Der Bahnverkehr zwischen Tinglev und Sønderborg bleibt das gesamte Wochenende über unterbrochen. DSB setzt Bahnbusse ein, die die Verbindung ersetzen.
Die Polizei hat die Unfallstelle in einem Radius von 500 Metern abgesperrt. Ermittler der Bahnaufsicht und Kriminalpolizei untersuchen nun die Ursachen. Im Raum stehen sowohl ein technisches Versagen als auch menschliches Fehlverhalten.