Dank aufmerksamer Nachbarn: Feuerwehr rettet gehörlosen Mann aus Wohnung
| von Thomas Hansen
Flensburg – Wegen eines gemeldeten Feuers mit eingeschlossenen Personen sind die Berufsfeuerwehr Flensburg und die Freiwillige Feuerwehr Klues am Samstagabend gegen 21.15 Uhr in den Flensburger Stadteil Neustadt ausgerückt. In einer Wohnung an der Apenrader Straße gegenüber dem Busdepot hatte Essen auf dem Herd für eine Rauchentwicklung gesorgt. Verletzt wurde niemand.
Beim Eintreffen der Einsatzkräfte befand sich bereits eine größere Menschenmenge vor dem Haus. Nach Angaben des Einsatzleiters Kevin Andresen von der Berufsfeuerwehr Flensburg war dies darauf zurückzuführen, dass Nachbarn den Rauchmelder gehört und daraufhin vorbildlich andere Bewohner im Haus gewarnt hatten.
Wie Andresen weiter mitteilte, kamen die Nachbarn unmittelbar nach dem Eintreffen der Einsatzkräfte auf diese zu und informierten sie darüber, dass in der betroffenen Wohnung im ersten Obergeschoss ein Mann lebt, der nicht hören kann und den Rauchmelder deshalb nicht wahrgenommen hatte. Der Mann wurde daraufhin von der Feuerwehr aus der Wohnung geholt und an den Rettungsdienst übergeben.
Bei der Kontrolle der Wohnung stellten die Einsatzkräfte Essen auf dem Herd als Ursache der Rauchentwicklung fest. Das Feuer beziehungsweise die angebrannten Speisen konnten mit einer Kübelspritze schnell abgelöscht werden, sodass kein größerer Schaden entstand.
Anschließend wurden die Räume mit einem Drucklüfter belüftet. Der Einsatz dauerte rund eine halbe Stunde. Danach war die Wohnung wieder bewohnbar, auch die übrigen Nachbarn konnten in das Haus zurückkehren.
Der betroffene Mieter wurde vor Ort ärztlich untersucht, blieb jedoch unverletzt und konnte ebenfalls in seine Wohnung zurückkehren.
Einsatzleiter Kevin Andresen lobte das Verhalten der Nachbarn ausdrücklich. Ihr umsichtiges Handeln habe dazu beigetragen, dass die Feuerwehr schnell die entscheidenden Hinweise zur betroffenen Person in der Wohnung erhielt.
Ob der gehörlose Mann über eine optische Warnung in der Wohnung verfügt, konnte nicht geklärt werden. Nach rund einer halben Stunde war der Einsatz beendet. Die Apenrader Straße, die während des Einsatzes gesperrt war, wurde anschließend wieder freigegeben.