BMW nach Unfall auf B201 in Waldstück katapultiert – Suchaktion nach vermisstem Insassen
| von Jasper Hentschel
Schuby – Schuby - Ein schwerer Unfall und die Suche nach einem mutmaßlich vermissten Insassen hat in der Nacht zum Sonnabend einen größeren Einsatz der Rettungskräfte ausgelöst. Ein Mann wurde verletzt.
Bei einem schweren Verkehrsunfall ist am frühen Samstagmorgen auf der B201 zwischen Schleswig und Schuby ein Mann schwer verletzt worden, nachdem er mit seinem Wagen von der Straße abgekommen und regelrecht in ein Waldstück geflogen war.
Der Unfall ereignete sich nach ersten Angaben gegen drei Uhr am Morgen. Zu diesem Zeitpunkt soll der Mann mit seinem BMW auf der B201 in Richtung Schuby gefahren sein. Direkt an der Zufahrt zur Autobahn 7 in Richtung Norden verlor er zwischen den beiden Kreisverkehren der Auf- und Abfahrten dann aber die Kontrolle über seinen Wagen.
Er geriet ins Schleudern und wurde über die Leitplanke in ein Waldstück neben der Autobahn katapultiert, das kaum begehbar ist
Großes Glück für den Fahrer war, dass sein Fahrzeug über das installierte „eCall“-System automatisch die Rettungskräfte alarmierte. Anderenfalls wäre die von der Straße nicht einsehbare Unfallstelle möglicherweise erst viel später entdeckt worden.
Beim Eintreffen der alarmierten Freiwilligen Feuerwehren aus Lürschau, Schuby und Schleswig-Friedrichsberg sowie Rettungswagen und Notarzt entdeckten die Rettungskräfte einen schwer verletzten Mann in dem BMW. Er konnte ohne schweres Gerät aus seiner misslichen Lage befreit und nach einer Erstversorgung in ein Krankenhaus eingeliefert werden.
Während der Unfallaufnahme gewann die Polizei dann aber Verdachtsmomente darüber, dass sich noch eine weitere Person in dem schwer beschädigten Fahrzeug befunden haben könnte, die möglicherweise im Schock ebenfalls schwer verletzt davongelaufen sein könnte.
Daher wurde zusätzlich die Feuerwehr Kropp sowie der Löschzug Gefahrgut angefordert, um mit ihren Drohnen mit Wärmebildkamera die Umgebung aus der Luft abzusuchen.
Für die aufwändige Absuche des Gebietes wurden die B201 sowie die A7-Abfahrt in Richtung Norden voll gesperrt.
Parallel zur Suche wurde damit begonnen, den schwer beschädigten Unfallwagen durch ein Abschleppfahrzeug mit Kran zu bergen.
Die Absuche der näheren Umgebung durch die Drohnen ergab nach Angaben der Feuerwehr zwar mehrere Verdachtspunkte, an denen aber jeweils keine Person gefunden wurde. Gegen sechs Uhr wurde die Suche ergebnislos abgebrochen. Damit bleibt zunächst unklar, ob der schwer verletze Mann alleine im Fahrzeug gesessen hat oder ob es wirklich weitere Insassen gab. Die Polizei hat die Ermittlungen dazu aufgenommen.