Auto prallt in LKW: Drei Verletzte bei Unfall auf der L193

 |  von Jasper Hentschel

Neben Rettungsfahrzeuge war auch ein Rettungshubschrauber im Einsatz - Fotos: Jasper Hentschel

Großsolt – Offenbar nur wie durch ein Wunder haben drei Menschen am Freitagnachmittag einen schweren Verkehrsunfall auf der Landesstraße 193 zwischen Tarp und Großsolt überlebt, nachdem ein Volvo frontal in einen mit Baustoffen beladenen Lastwagen geprallt war.
Der Unfall ereignete sich gegen 14.15 Uhr in Höhe des Großsolter Ortsteils Kollerup. Nach ersten Ermittlungen der Polizei war zu diesem Zeitpunkt der Fahrer eines Volvo gemeinsam mit seiner Beifahrerin und einem Hund aus Bistoft kommend in Richtung Ausacker unterwegs. In entgegengesetzter Richtung kam dem Volvo ein Lastwagen entgegen.
Aus bislang ungeklärter Ursache kam es dann auf der Neuen Straße zu einem Frontalzusammenstoß zwischen dem Volvo XC 60 und dem MAN-Lastwagen. Durch den Aufprall kamen beide Fahrzeuge von der Straße ab.
Der Volvo wurde schwer beschädigt in den rechten Straßengraben geschleudert. Der Lastwagen kam ebenfalls nach rechts von der Landstraße ab und prallte dort gegen einen Baum, der sich regelrecht in die Fahrerkabine bohrte. Auch das Dach wurde nahezu komplett abgerissen. Dennoch konnte der Fahrer sich mit leichten Verletzungen alleine aus dem Fahrzeug befreien.
Nach dem Zusammenstoß stoppten auch Ersthelfer an der Unfallstelle und versorgten die Unfallopfer. Unter den Helfern war auch ein Feuerwehrmann. Dennoch sollen auch zahlreiche Autofahrer einfach gewendet und nicht geholfen haben.
Die beiden Insassen des Volvo waren nach dem Unfall in ihrem Fahrzeug eingeschlossen. Die alarmierten Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren begannen nach ihrem Eintreffen an der Unfallstelle sofort mit der Rettungsaktion. Dafür musste der total zerstörte Volvo mit hydraulischem Rettungsgerät aufgeschnitten werden.
Anschließend wurden sowohl der Fahrer des Autos als auch seine Beifahrerin mit schweren Verletzungen in das Flensburger Fördeklinikum eingeliefert. Mit einem weiteren Rettungswagen wurde auch der Lastwagenfahrer zur Untersuchung in das Krankenhaus transportiert.
Augenscheinlich unverletzt gerettet werden konnte aus dem Volvo der Hund der Insassen, der in einer Transportbox gesichert war. Er wurde von Ersthelfern zur Untersuchung in eine Tierklinik gebracht.
Da der genaue Unfallhergang bislang unklar ist, ordnete die Polizei die Unfallaufnahme und Spurensicherung durch einen Sachverständigen an. Aus dem Gutachten erhofft sich die Polizei auch Rückschlüsse darüber, welches der beiden Fahrzeuge auf die Gegenfahrbahn geraten ist.
Die L193 wurde nach dem Unfall in beide Richtungen voll gesperrt und der Verkehr umgeleitet. Diese Sperrung wird vermutlich bis zum späten Freitagabend bestehen bleiben, da nach der Unfallaufnahme die total zerstörten Fahrzeuge geborgen werden müssen.

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