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80-Jähriger fährt 28 Kilometer als Falschfahrer auf der A7

 |  von Thomsen / Foerde.news

Der 80-Jährige wirkte nach Angaben der Polizei desorientiert - Symbolfoto: Thomsen

Oeversee – Am späten Freitagabend ist ein 80-jähriger Autofahrer auf der A7 in Fahrtrichtung Norden rund 28 Kilometer entgegen der vorgeschriebenen Richtung gefahren. Mehrere Verkehrsteilnehmer mussten stark abbremsen oder ausweichen. Verletzt wurde niemand.

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Eine Streifenwagenbesatzung des Polizei-Autobahn- und Bezirksreviers Nord bemerkte den grauen Skoda gegen 23.20 Uhr im Bereich Harrislee auf dem Überholfahrstreifen. Den Beamten kamen plötzlich Scheinwerfer entgegen, sie mussten auf den Standstreifen ausweichen. Trotz eingeschalteten Blaulichts und Warnblinklichts setzte der Fahrer seine Fahrt fort.

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Nach bisherigen Erkenntnissen war der 80-jährige Flensburger vermutlich bereits an der Anschlussstelle Harrislee falsch auf die Autobahn aufgefahren. Anschließend fuhr er bis kurz vor Schleswig entgegen der Fahrtrichtung. Dabei kam es mehrfach zu gefährlichen Situationen mit entgegenkommenden Fahrzeugen.

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Die Polizei leitete umfangreiche Maßnahmen ein, um die Falschfahrt zu stoppen. Einsatzkräfte begleiteten den Wagen parallel auf der Gegenfahrbahn und versuchten wiederholt, den Fahrer mit Sondersignalen und Ansprache zum Anhalten zu bewegen. Hinter dem Parkplatz Arenholz wurde auf der Richtungsfahrbahn Nord eine Vollsperrung eingerichtet. Dort stellten sich mehrere Sattelzüge quer über die Fahrbahn, Polizeifahrzeuge wurden mit Blaulicht positioniert und Stopsticks ausgelegt.

Gegen 23.45 Uhr erreichte der Skoda die Sperrstelle. Das Fahrzeug überfuhr die Stopsticks, wodurch beide Vorderreifen beschädigt wurden. Anschließend konnten die Beamten den Wagen stoppen und den Fahrer unverletzt aus dem Fahrzeug holen.

Der 80-Jährige wirkte nach Angaben der Polizei desorientiert und schien sich der Gefährlichkeit seiner Fahrt nicht bewusst zu sein. Rettungsdienst und Notarzt untersuchten ihn vor Ort, eine akute medizinische Notlage wurde nicht festgestellt. Die Polizei leitete ein Strafverfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs ein. Der Führerschein des Mannes wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft beschlagnahmt.

Weitere Verkehrsteilnehmer, die durch die Falschfahrt gefährdet wurden oder Angaben zum Fahrverlauf machen können, werden gebeten, sich beim Polizei-Autobahn- und Bezirksrevier Nord unter 04621/94520 oder per E-Mail an schleswig.pabr@polizei.landsh.de zu melden.