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60-Tonnen-Autokran rutscht auf B201 in den Graben – Strecke voll gesperrt
| von Nico Hessel
Tolk – Ein 60 Tonnen schwerer Autokran ist am Freitagmorgen auf der B201 zwischen Schleswig und Kappeln von der regennassen Fahrbahn abgekommen und bei Tolk in den Straßengraben gerutscht. Der Kranfahrer blieb unverletzt. Wegen der aufwendigen Bergung und gefährlicher Situationen durch vorbeifahrende Verkehrsteilnehmer wurde die Bundesstraße vollständig gesperrt.
Der dänische Autokran war nach Angaben des Fahrers auf dem Weg zur Baustelle an der Schleibrücke in Lindaunis. Auf Höhe der Gemeinde Tolk geriet das Fahrzeug am frühen Morgen von der nassen Fahrbahn auf die aufgeweichte Bankette und rutschte anschließend schräg in den Straßengraben.
Nach Einschätzung der Polizeibeamten vor Ort verhinderten vermutlich ein unmittelbar hinter dem Graben liegender Wall und der dortige Baumbestand, dass der 60-Tonnen-Kran vollständig umkippte. Der Fahrer blieb bei dem Unfall unverletzt.
Zunächst wurde der Verkehr einspurig und langsam an der Unfallstelle vorbeigeführt. Dabei kam es jedoch zu gefährlichen Situationen. Zahlreiche Autofahrer bremsten auf der nassen Fahrbahn ab, um den verunglückten Kran im Straßengraben zu betrachten. Andere Fahrzeuge passierten die Gefahrenstelle nach Polizeiangaben mit 70 bis 80 Kilometern pro Stunde und teilweise sehr dicht am Unfallort.
Bereits zuvor hatte eine unbeteiligte Autofahrerin eine Gefahrenbremsung einleiten müssen, als der Fahrer des verunglückten Krans auf die Fahrbahn trat. Wegen der zunehmenden Unfallgefahr entschied sich die Polizei schließlich, die B201 vollständig zu sperren. Dies geschah auch auf ausdrücklichen Wunsch des Kranfahrers.
Die Bergung des schweren Spezialfahrzeugs gestaltet sich aufwendig. Drei weitere Krane sollen anrücken, um den verunglückten Kran wieder sicher auf die Straße zu heben. Damit das hohe Gewicht der Fahrzeuge die Straße nicht beschädigt und deren Stützen nicht im aufgeweichten Untergrund versinken, sollen zuvor spezielle Platten als Unterlage ausgelegt werden.
Die Bergungsarbeiten werden von der Kranfirma selbst durchgeführt. Auch der Chef des dänischen Kranunternehmens aus Apenrade wird an der Unfallstelle erwartet. Nach Eintreffen der Spezialkräfte soll die eigentliche Bergung mindestens zwei Stunden dauern.
Die Einsatzkräfte gehen derzeit davon aus, dass die Vollsperrung der B201 mindestens bis zum Nachmittag bestehen bleibt.
