25-Jähriger mit Messer und mutmaßlicher Schusswaffe löst SEK-Einsatz aus
| von Thomsen / Foerde.news
Husum – Ein 25-jähriger deutscher Staatsangehöriger hat am Dienstag in der Richard-von-Hagn-Straße in Husum einen größeren Polizeieinsatz ausgelöst. Weil der Mann nach einem Hinweis im psychischen Ausnahmezustand ist und in seiner Wohnung über ein Messer sowie eine Schusswaffe verfügen sollte, rückten zahlreiche Einsatzkräfte an, darunter auch das Spezialeinsatzkommando (SEK) aus Kiel. Gegen 14.30 Uhr verließ der Mann seine Wohnung und wurde festgenommen.
Seit dem frühen Dienstagvormittag war der Bereich rund um die Richard-von-Hagn-Straße weitläufig abgesperrt. Die Polizei sperrte mehrere umliegende Straßen. So war der Marienhofweg stadtauswärts ab dem Irene-Thordsen-Ring für den Verkehr und Fußgänger gesperrt, auch ab Höhe der Klaus-Groth-Schule war kein Durchkommen mehr möglich. An allen Zufahrten zur Richard-von-Hagn-Straße standen Polizeibeamte, teilweise mit schwerer Schutzausrüstung.
Wie Polizeisprecher Marcel Paulsen von der Polizeidirektion Flensburg auf Nachfrage von Förde.news erklärte, ging bei der Polizei am Dienstagmorgen gegen 10 Uhr ein Hinweis auf den 25-jährigen Bewohner der Richard-von-Hagn-Straße ein. Er sei „im psychischen Ausnahmezustand“ und verfüge in seiner Wohnung über ein Messer und eine Schusswaffe, so der Sprecher. Aufgrund dieser Lagemeldung sei der Einsatz entsprechend groß angelegt worden, das SEK aus Kiel wurde hinzugezogen und war vor Ort im Einsatz.
Nach Angaben von Paulsen verließ der Mann gegen 14.30 Uhr seine Wohnung. Dort konnte er widerstandslos festgenommen werden. Anschließend soll der 25-Jährige dem sozialpsychiatrischen Dienst vorgestellt werden. Dieser soll die Person begutachten und über weitere Maßnahmen entscheiden, wenn eine mögliche Selbst- oder Fremdgefährdung im Raum steht.
Parallel zum Umgang mit dem Beschuldigten leitet die Polizei weitere Maßnahmen ein. In der Wohnung des Mannes wird eine Durchsuchung durchgeführt, vor allem wegen der gemeldeten Schusswaffe. Ob bereits eine Waffe gefunden wurde, war zum Zeitpunkt der Auskunft des Sprechers noch unklar; die Kollegen seien weiter vor Ort im Einsatz gewesen.
Zu Herkunft und genauer Art des ursprünglichen Hinweises auf den Mann machte die Polizei zunächst keine näheren Angaben. Auch zur Zahl der eingesetzten Kräfte äußerte sich der Sprecher nicht. Paulsen ging davon aus, dass die Straßensperrungen im Umfeld der Richard-von-Hagn-Straße inzwischen wieder aufgehoben sind oder in Kürze aufgehoben werden und sich die Lage vor Ort beruhigt. Verletzt wurde bei dem Einsatz niemand.