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19 Huskys bei Kontrolle auf der A7 sichergestellt - Tierheim unterstütze den Einsatz
| von Thomsen / Foerde.news
Flensburg – Bei einer Kontrolle auf der A7 bei Handewitt haben Bundespolizisten am Samstagmorgen, 18. Juli, insgesamt 19 Huskys in einem Kastenwagen entdeckt. Das Fahrzeug war nicht versichert und wies technische Mängel auf, die eine Weiterfahrt ausschlossen. Die Hunde wurden vorläufig sichergestellt und in einem Tierheim untergebracht.
Beamte der Bundespolizeiinspektion Flensburg überwachten gegen 8 Uhr den grenzüberschreitenden Verkehr auf der A7. Dabei fiel ihnen ein weißer Ford-Kastenwagen auf, den sie auf dem Parkplatz Handewitter Forst kontrollierten.
Bei der Überprüfung stellte sich heraus, dass der 61 Jahre alte deutsche Beifahrer wegen Körperverletzung per Haftbefehl gesucht wurde. Im Innenraum des Fahrzeugs fanden die Einsatzkräfte zudem 19 Huskys. Nach Angaben der Bundespolizei befanden sich 15 Tiere in Käfigen, zwei weitere im Laderaum und zwei im vorderen Fußraum auf der Beifahrerseite.
Darüber hinaus stellten die Beamten technische Defekte fest, die eine Weiterfahrt unmöglich machten. Da damit auch die Transportmöglichkeit für die Hunde entfiel, wurde das Veterinäramt des Kreises Schleswig-Flensburg hinzugezogen. Um das Wohl der Tiere nicht zu gefährden, wurden die Huskys vorläufig sichergestellt.
Der 61-Jährige wurde zur Bundespolizeiinspektion Flensburg gebracht. Nach telefonischer Kontaktaufnahme zahlte seine Mutter den geforderten Betrag von knapp 1000 Euro einschließlich Verwaltungsgebühren bei einer Polizeidienststelle in Nordrhein-Westfalen ein. Dadurch blieb dem Mann der Antritt einer 15-tägigen Ersatzfreiheitsstrafe erspart.
Gegen die beiden Hundehalter wurden mehrere Verfahren eingeleitet. Dabei geht es unter anderem um mögliche Verstöße gegen das Pflichtversicherungsgesetz, die Tierschutztransportverordnung und das Tiergesundheitsgesetz. Beide Personen wurden anschließend wieder auf freien Fuß gesetzt.
Das Tierheim Flensburg teilte am Samstag über seine sozialen Netzwerke mit, dass es bei dem Einsatz unterstützt habe. Das sichergestellte Fahrzeug sei zunächst auf ein gesichertes Gelände des Tierheims gebracht worden, damit die Tiere dokumentiert und überprüft werden konnten. Mithilfe eines umliegenden Tierheims seien die Hunde anschließend direkt zur weiteren Unterbringung übergeben worden. Das Flensburger Tierheim unterstützte die Aktion nach eigenen Angaben außerdem mit Transportmöglichkeiten und Ausrüstung.
Da der Einsatz mehrere Stunden dauerte, blieb das Tierheim Flensburg am Samstagnachmittag geschlossen. Die Hunde bleiben vorerst in der Obhut des aufnehmenden Tierheims. Wie weiter mit ihnen verfahren wird, ist noch nicht geklärt.
